Potentialdiagnostik/Eignungsdiagnostik

Eignungsdiagnostik oder auch Personaldiagnostik ist ein Sammelbegriff für Verfahren zur Messung von Kompetenzen und Verhalten im beruflichen Kontext. Da diese Tools nicht nur den Status Quo sondern auch das Lern- und Entwicklungspotential einer Person im Bereich der Sozialen Kompetenz betrachtet, können sie als Entscheidungshilfe bei der Rekrutierung und Entwicklung von Mitarbeitern unterstützen.


Vorteile sind:

  • Personallauswahl wird objektiver
  • Beruflicher Erfolg wird absehbarer
  • Personalentwicklungsmaßnahmen können individueller und zielgerichteter gestaltet werden

Wir setzten Personaldiagnostik bei der Personalauswahl wie auch bei der Personalentwicklung sehr gerne ein. Für Bewerber und Mitarbeiter ist es manchmal leichter, kritische Themen anzunehmen, die man schwarz auf weiß in einer Auswertung nachlesen kann, als sie durch einen „Fremden“ nur mitgeteilt zu bekommen.

Für uns ist der Einsatz der Personaldiagnostik immer ein sowohl als auch, nie ein entweder oder. Das heißt, wenn wir mit einem Mitarbeiter einen Test machen, erhält er/sie immer auch ein Feedbackgespräch. Einen Test ohne Gespräch bieten wir nicht an. 


Welche Diagnostik ist die Richtige?

Diese Frage mit „der Test ist der Richtige“ zu beantworten, wäre unprofessionell. Wir kommen häufig in Unternehmen, in denen bereits sehr gute Erfahrung mit bestimmten Testverfahren gemacht wurde. Warum sollten wir dann ein neues Verfahren einführen?

Dennoch gibt es Verfahren, die wir präferieren und die wir Ihnen gerne vorstellen möchten:

MBTI

Der MBTI (Meyers-Briggs-Typenindikator) misst Neigungen und Präferenzen, die sich darauf beziehen, wie Menschen bevorzugt etwas tun. Ein einfaches Beispiel um Präferenzen zu erläutern, ist die Nutzung der rechten oder linken Hand. Muss man etwas schreiben, greift man als Rechtshänder bevorzugt den Stift mit der rechten Hand, als Linkshänder mit der linken Hand. Ist die präferierte Hand verletzt, versucht man sich mit der anderen Hand. Das fällt schwer, ist ungewohnt und kostet enorm Energie. Vor allem dann, wenn man weniger bevorzugte Hand nie entsprechend nutzt. Aber es ist möglich. 

Der MBTI bezieht sich natürlich nicht darauf, mit welcher Hand jeder bevorzugt schriebt, sondern wie Menschen Informationen wahrnehmen und sammeln und aufgrund dieser Informationen Schlussfolgerungen ziehen und Entscheidungen treffen. Diese Wahrnehmung und Entscheidungsfindung können bei jedem Persönlichkeitstyp unterschiedlich sein. Wenn man also weiß, welche Präferenzen man hat, weiß man wie man höchstwahrscheinlich in bestimmten Situationen reagieren wird. Dadurch ist es möglich sich selbst besser kennen zu lernen, aber und vor allem die Art der Interaktion mit anderen besser verstehen zu können.

Mehr zum MBTI

CAPTain

Die CAPTain-Analyse beschreibt das für eine Person typische Verhalten am Arbeitsplatz. Sie ist kriteriumsorientiert und anforderungsbezogen, d.h. die individuellen Testwerte einer Person werden nicht mit einer allgemeinen Durchschnittsnorm, sondern mit den Stellenanforderungen verglichen. Darüber hinaus erfassen sie nicht nur das Selbstbild/Selbstkonzept einer Person, sondern ihre tatsächlichen Verhaltensmuster.

Verhaltensmuster ändern sich üblicherweise nicht von heute auf morgen. Da sie erlernt sind, bleiben sie realativ stabil. Wenn es jedoch notwenig ist, können diese Verhaltensmuster durchaus verändert und entwicklent werden. Verändert sich das Verhalten nachhaltig, kann das mit CAPTain erfasst werden.

Wir setzen CAPTain gerne in der Bewerberauswahl ein. Die Test umfassen für unterschiedliche Positione und Ebenen u.a. den Arbeits- und Leistungsstil, Führungs- und Teamverhalten, Selbstmanagement, Motivstruktur, intellektuelle Basisfähigkeiten, Vertriebseignung und Verkausstil und lassen somit Rückschlüsse auf beruflichen Erfolg zu.

Mehr zu CAPTain

TOP/EOS

Bei diesem Test werden anders als bei traditionellen Tests nicht nur der stabile persönliche Stil bzw. die Persönlichkeitsmerkmale erfasst, sondern auch und vor allem die veränderungsrelevanten und dynamischen Persönlichkeitsmerkmale. Entscheidend für den Erfolg ist weniger die Persönlichkeit einer Person, sondern das, was sie daraus macht.

Laut Prof. Kuhl, macht eine „gestandene“ Persönlichkeit aus, wenn zwei Aspekte gegeben sind. Erstens dass jemand seine Absichten und Ziele im Großen und Ganzen auch verwirklichen kann, auch dann wenn es sich um schwierige oder unangenehme Absichten handelt. Zweitens gehört zu einer gestandenen und gereiften Persönlichkeit, dass sie Absichten und Ziele bildet, mit denen sie sich wirklich identifizieren kann und die mit ihren eigenen Bedürfnissen und Werten, aber auch mit den Bedürfnissen und Werten ihrer sozialen Umgebung abgeglichen sind. (vgl. PSI-Light, Eine neue Persönlichkeitstheorie, Julius Kuhl, Seite 2). Die TOP/EOS-Diagnostik geht auf diese Punkte ein.

Mehr zur PSI-Theorie finden Sie in Wissen/Downloads